Wiedemann mit Weckruf: „Mehr geht nicht“

VON BENJAMIN RICHTER- Rems Zeitung

SCHWÄBISCH GMÜND. „Ich stelle mir immer wieder die Frage: Warum ist Schwäbisch Gmünd sportlich so stark, und wie viel besser wären wir, wenn die Rahmenbedingungen noch besser wären?“, gewährte Ralf Wiedemann am Freitag Einblick in sein Seelenleben nach bald zehn Jahren als Vorsitzender des Stadtverbands Sport. Und lieferte im Rahmen der Ehrung von Erich Kümmel als Gmünder Sportpionier 2025 im Congress-Centrum Stadtgarten die Antwort gleich mit: „Der Gmünder Sport ist nicht stark, weil die Bedingungen stark sind – nein, der Gmünder Sport ist stark, weil die Menschen, wir Gmünder, stärker sind als die Bedingungen.“ Es sollte erst der Anfang einer Rede sein, in der Wiedemann – neben den „im Jahr 2025 in großer Zahl erreichten“ Erfolgen, Medaillen, Pokalen und Titeln – mehr denn je Appelle an die Politik in den Mittelpunkt stellte und zum Schluss einen Neustart in Sportentwicklung und Infrastruktur forderte.

Dass es in Gmünd engagierte Vereine, Trainerinnen, Trainer und Eltern gebe, die bereit seien, Zeit und Herzblut zu investieren, und dass Sportlerinnen und Sportler aller Altersklassen alles gäben, um erfolgreich zu sein, sei bewundernswert, so Wie- Wiedemann mit Weckruf: „Mehr geht nicht“ Stadtverband Sport: Zwischen Sparzwang und Spitzenleistungen fordert Verbandsvorsitzender Ralf Wiedemann Mut zu neuen Investitionen. Bei der Ehrung des Sportpioniers erörterte er die derzeitige Lage im Gmünder Sport – und bat sieben Wochen vor der Landtagswahl um klare Zusagen der Politik für einen „Marathon“ gegen den Sanierungsstau. demann. „Aber auf Dauer ist es kein Konzept.“ Die Probleme sind bekannt: Hallen sind überlastet, Sportflächen knapp, und auf erforderliche Sanierungen muss man jahrelang warten. „Das ist nicht schön, aber es ist die Realität – und nur wer die Realität benennt, kann sie ändern“, ging der Vorsitzende auch auf die Trainingszeiten ein, um die Vereine nicht selten kämpfen müssten. „Wie viele Talente verlieren wir unterwegs, weil die Bedingungen eben nicht gut sind und sie zu anderen Vereinen mit besseren Voraussetzungen wechseln?“

Wiedemann wies darauf hin, dass die Sportvereine mit in Summe rund 21 000 Mitgliedern die größte Interessengemeinschaft in Schwäbisch Gmünd bildeten. Es sei daher sehr wichtig, dass die Stadtverwaltung den Sport unterstütze, etwa durch den Ausbau von Sportstätten oder durch Förderprogramme. Namentlich nannte der Verbandschef „KISS (Kindersportschule, Anm. d. Red.), Kinder-Sport-Spaß, Gmünder Sport-Spaß und die hervorragende Grundausbildung durch unsere drei Stadtsportlehrer“, die es weiter zu fördern und entwium Vereine fördern zu können, und das Ehrenamt dürfe „nicht von Bürokratie und Verwaltung überlastet werden“. Wie beim Zeichnen eines großen Kreises kam Wiedemann schließlich wieder bei den Sportlerinnen und Sportlern selbst an: „Wenn wir den Sport in Gmünd stärken wollen, müssen wir das selbst in die Hand nehmen – wir müssen es gemeinsam tun.“ Es bedürfe eines Neustarts in Sportentwicklung und Infrastruktur, der „weder halbherzig noch symbolisch“ sein dürfe. Vereine, Stadt und Stadtverband müssten dabei Hand in Hand gehen. So reichte sein Ausblick weit über das neue Jahr 2026 hinaus, denn „dieser Weg wird ein Marathon sein, kein Sprint“. Ralf Wiedemann zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass die Gmünder Sportgemeinschaft diesen Marathon gewinnen könne – „mit Ausdauer, Teamgeist und Mut“. stützen. Diese könnten „die Sportentwicklung der Zukunft nicht allein stemmen“. Unternehmen müssten entlastet werden, ckeln gelte. Darauf habe man gepocht, als der Verband mit der Verwaltung über Einsparungen von zehn Prozent der Sportförderung verhandelte. „Für uns war klar: Wir werden unseren Teil dazu beitragen, wenn alle diesen Weg mitgehen“, so Wiedemann. Über „den Inhalt mancher öffentlicher Diskussionen“ sei er „schon teilweise überrascht“ gewesen – leiteten die Sportvereine doch rein zahlenmäßig die größte Jugendarbeit in der Stadt.

Auch wenn sich bei den städtischen Finanzen die große Entlastung erst einmal nicht abzeichnet, stellte Wiedemann klar: „Mehr geht nicht, und ich werde auch zukünftig um jeden Euro Sportförderung kämpfen!“ In Zeiten knapper Mittel sei es „umso schöner, Unterstützer an seiner Seite zu wissen“, hob der Vorsitzende die Sportprofis Alexander Zorniger, Dominik Kaiser, Kai und Max Häfner, Andreas Hofmann, Simon Tischer, Beniamino Molinari und Anna Hollandt hervor, die gemeinsam jährlich 10 000 Euro für die Arbeit der Gmünder Sportvereine spenden.

Wiedemann appellierte auch an Bund und Land, die Kommunen stärker zu unterstützen. Diese könnten „die Sportentwicklung der Zukunft nicht allein stemmen“. Unternehmen müssten entlastet werden, um Vereine fördern zu können, und das Ehrenamt dürfe „nicht von Bürokratie und Verwaltung überlastet werden“. Wie beim Zeichnen eines großen Kreises kam Wiedemann schließlich wieder bei den Sportlerinnen und Sportlern selbst an: „Wenn wir den Sport in Gmünd stärken wollen, müssen wir das selbst in die Hand nehmen – wir müssen es gemeinsam tun.“ Es bedürfe eines Neustarts in Sportentwicklung und Infrastruktur, der „weder halbherzig noch symbolisch“ sein dürfe. Vereine, Stadt und Stadtverband müssten dabei Hand in Hand gehen. So reichte sein Ausblick weit über das neue Jahr 2026 hinaus, denn „dieser Weg wird ein Marathon sein, kein Sprint“. Ralf Wiedemann zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass die Gmünder Sportgemeinschaft diesen Marathon gewinnen könne – „mit Ausdauer, Teamgeist und Mut

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